Interview für MISS: Panikattacke

Scheinbar aus dem Nichts wirken Panikattacken häufig (Lebens)bedrohlich und werfen meist viele Fragen auf. Panikattacken lassen Betroffene meist sehr verunsichert zurück. Für die Online-Miss habe ich daher einige Fragen zum Thema beantwortet: Lesen Sie mehr über typische Symptome, woher die Panikattacken kommen und was man machen sollte:

–> Hier gehts zum Artikel: Panikattacke: Symptome und was wirklich hilft

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Wie wirkt Psychotherapie im Gehirn

Deutsche Uni-Kliniken haben untersucht, wie Psychotherapie im Gehirn wirkt. Das verlinkte 3 Minuten Video vom ARD fasst die Forschungsergebnisse verständlich zusammen. Dabei wird prägnant erklärt, warum Psychotherapie die Chance auf eine positive nachhaltige Veränderung birgt. Gleichzeitig wird deutlich, dass Psychotherapie ein Prozess ist, wo der/die KlientIn einen sehr aktiven Part einnimmt.

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Hier gehts zum Video…..klicken

 

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Wirksamkeit Psychotherapie: Wirkfaktoren

Wie lange dauert Psychotherapie

Lifehacks: Frühjahrsmüdigkeit vs. Frühlingsfrisch

Die Natur sprießt und gedeiht – nur die eigene Energie nicht? Was es mit der Mattheit und Müdigkeit auf sich hat, die so gar nicht zur Jahreszeit passen wollen…

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Wunder Mensch
Der menschliche Körper ist wahrlich ein Wunderwerk, wenn es um Anpassung geht.

Und doch: Das Einstellen auf die verschiedenen Jahreszeiten stellt den Körper vor ein paar Herausforderungen. Restlos wissenschafltich geklärt ist das Phänomen „Frühjahrsmüdigkeit“ zwar nicht, doch es scheinen ein paar  der nachfolgenden Faktoren eine Rolle zu spielen.

Der Körper stellt sich auf Umweltbedingungen, wie Licht und Temperatur ein – dabei spielt der Hormonhaushalt etwa eine wichtige Rolle. So stellen stellt sich unser Kreislauf und unsere Hormone im Winter um. Wenn die Tage wieder länger werden, kommt es erneut zu einer Anpassungsleistung. Allerdings kann es  etwas dauern, bis beispielsweise die Produktion des Schlafhormons Melatonin durch vermehrtes Sonnenlicht verringert wird. In der Zeit zwischen ca. Mitte März und Mitte April kommt es daher oftmals zu der sogenannten „Frühjahrsmüdigkeit“. Hinzu kommen häufige extreme Wetterwechsel, worauf ebenfalls viele Menschen empfindlich reagieren (Wetterfühligkeit).

Einige typische Zeichen der Frühjahrsmüdigkeit
Sie äußert sich beispielsweise in Mattheit, Schläfrigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit, Kreislaufprobleme, Antriebslosigkeit etc.

Herausforderung Zeitumstellung
Am 25.März 2018 wurden zudem die Uhren von 2 auf 3 Uhr umgestellt. Das bedeutet eine Stunde weniger Schlaf. Mit der Umstellung auf einen neuen Wach-Schlafrhythmus vollzieht unser Körper eine weitere Anpassungsleistung (dauert bis zu 2 Wochen). Das dies tatsächlich eine Herausforderung ist, belegen Studien, denn nach der Zeitanpassung steigt laut Untersuchungen die Zahl der Auto- und Arbeitsunfälle.

Was kann ich tun?
Nachstehend ein paar Inspirationen, wie mit Frühjahrsmüdigkeit umgegangen werden kann. Sollten jedoch die Symptome hartnäckig sein – oder der Verdacht bestehen, dass etwas anderes dahinter steckt, so sollte das natürlich unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

  • Schlafhygiene. Anspannung und Aufregung vor dem zu Bett gehen vermeiden.  Schlafzimmer  gut lüften. Entsprechend der eigenen Bedürfnisse für Ruhe, Abdunkelung sorgen. Eventuell Rituale einführen, die den Schlaf unterstützen.
  • Handy, Tablets stören Schlaf: Noch schnell vor dem Schlafen gehen Mails und Status checken ist nicht empfehlenswert. Die Bildschirmbeleuchtung der Displays wirken wie ein Wachmacher auf unser Nervensystem. Das kann den Schlaf stören. Besser ein Buch lesen.
  • (Körper)Rücksicht nehmen: Besonders in den Tagen nach der Zeitumstellung den Körper Erholungsphasen gönnen. Ausreichend Pausen einplanen um Aufmerksamkeitsdefizite auszugleichen.
  • Tageslicht & frische Luft: hilft dem Körper sich auf die neuen Verhältnisse einzustellen. Zudem gibt es in der Natur jetzt eine zunehmende bunte Vielfalt zu entdecken.
  • Bewegung für den Kreislauf
    Bewegung muß nicht unbedingt sportliche Spitzenleistungen bedeuten. Auch Wanderungen, Spaziergänge helfen dem Kreislauf in Schwung zu kommen. Manchen hilft es, Bewegung in den Alltag einzubauen (Treppe statt Lift/Rolltreppe, eine Station früher aussteigen und ein Stück zu Fuß gehen etc.)
  • Symbole – Was gut tut…
    Wenn die Natur erneut erwacht – vielleicht ist es auch wohltuend für Erneuerung für sich selbst zu sorgen. Das kann alles sein, was der Seele gut tut. Beim einen mag das vielleicht ein  Frühjahrsputz sein – um symbolisch den Winterstaub zu vertreiben. Bei der anderen ist es vielleicht der Genuss besonders gesunder Speisen –  um Energie zu haben und richtig aufblühen zu können…
  • Entspannungstechniken
    Durchaus hilfreich können auch Entspannungstechniken sein, zB Tiefenentsprannung Yoga Nidra (Dauer ca. 30 Min) oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Anleitungen kann man bei Professionisten erlernen. Es gibt aber auch ganz gute Anleitungen im Internet für Zuhause, beispielsweise auf Youtube.

Dazu passender Beitrag:

Weiterführende Links / Mehr lesen:
Die Zeit: Der verkappte Winderschlaf
Spiegel online: Handys und Tablets stören Schlaf
Netdoktor: Raus aus der Frühjahrsmüdigkeit

Trauma und Therapie

Als (psychisches) Trauma versteht man eine seelische Verletzung, die durch ein traumatisierendes Erlebnis entstanden ist.  Nachstehend habe einige allgemeine Aspekte und meinen Behandlungsansatz zusammen gefasst.

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Foto: CCO  pixels Zach Damberger

Wodurch entsteht ein Trauma

Vorweg: Der Begriff Trauma wird nicht einheitlich verwendet – insofern kann es auch abweichende Darstellungen geben. Auch bei körperlichen Wunden wird der Begriff Trauma verwendet, wenn diese durch einen Unfall bzw. Gewalt hervorgerufen werden. In Anlehnung dazu wird auch im Bereich der Psyche ein erschütterndes Erlebnis unter Trauma verstanden, das Wunden hinterlässt. Beispielsweise werden oft sexuelle Gewalt und Übergriffe, Gewalterfahrungen, Unfälle, Naturkatastrophen und Kriegserfahrungen in dem Zusammenhang als Beispiele solcher Erlebnisse genannt, wo eben ernsthafte bzw. existenzbedrohende Verletzungen drohen. Allerdings kann eine Mobbing-Erfahrung oder psychischer Missbrauch ebenso traumatisierend wirken. Wie stark eine Situation erschütternd wahrgenommen wird und in Folge (nicht) verarbeitet werden kann, ist aber letztlich sehr individuell und kann schwer vorhergesehen werden.

Wie manifestiert sich ein Trauma

So sind wir Menschen auch in verschiedenen Phasen und Alter unseres Lebens  unterschiedlich verletzlich. Insofern können natürlich mannigfaltige schlimme Erlebnisse extremen Stress auslösen, Hilflosigkeit oder Entsetzen erzeugen. Meist ist es so, dass wir diese teils auch heftige Erfahrungen und einhergehende Angst und Stressempfindungen mit der Zeit verarbeiten, ohne dass eine Traumatisierung entsteht. Wenn jedoch diese Angst bzw. Stresszustände länger bestehen bleiben bzw. nicht verarbeitet werden, kann es zu einer sogenannten Traumatisierung kommen. Also zu einer seelischen Verletzung die nicht verheilt und sich immer wieder durch unterschiedliche Symptome bemerkbar macht. Allerdings sind diese Symptome nicht immer klar zuordenbar und kommen oft überraschend (zB Flashbacks). Im medizinischen Sinne spricht man von einem Trauma, wenn eine psychische Folgestörung verursacht wurde. Es ist nicht unbedingt nur die Diagnose „Posttraumatische Belastungsstörung“ der ein Trauma zu Grunde liegt. Auch bei sehr vielen anderen Diagnosen (zB Borderliner-Diagnose, Depression …) stellen sich Traumatisierungen häufig als mögliche  Ursprünge heraus.

Monotrauma und Polytrauma

Bei einem einmaligen traumatisches Erlebnis (zB Unfall) kann es zu einem sogenannten Monotrauma kommen. Von einem Polytrauma spricht man, wenn Betroffene ein Trauma haben, dass auf eine länger anhaltende schwere Belastung oder mehrere stark belastende Situationen zurück zu führen ist.

Behandlung in der Psychotherapie

Ein wesentlicher Teil einer Traumatherapie besteht in der Stabilisierung. Die Dauer dafür ist unterschiedlich und hängt auch von der Schwere der Traumatisierung ab. Es gibt dazu auch sehr unterschiedliche Fachmeinungen: Im deutschsprachigen Raum besteht oft die Meinung, dass bei sehr schweren Poly-Traumata manchmal nur eine Stabilisierung in Frage kommt und von einer Konfrontation durch Traumatherapie abzusehen ist. Die Begründung liegt darin, dass es sonst zu einer möglichen Re-traumatisierung kommt. Auf der anderen Seite gibt es den Wunsch der Betroffenen, das Erlebte zu be- und verarbeiten, sodass es ihnen besser gehen kann. In der Traumatherapie können abgespaltete und traumatische Gedächtnisinhalte bearbeitet und integriert werden, um möglichst die chronischen Beschwerden zu lindern bzw. zu heilen.

Traumatherapie mit Brainspotting

Voraussetzung für eine Traumatherapie ist aus meiner Sicht immer, dass Betroffene eine solche Therapie machen möchte. Ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zwischen KlientIn und PsychotherapeutIn bildet aus meiner Sicht die unumgängliche Basis für einen tiefgreifenden Prozess. Diese wird im Rahmen einer stabilisierenden Psychotherapie im Normalfall ohnehin aufgebaut. Für die sogenannte Traumatherapie stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung (zB EMDR, PITT, Brainspotting). In meiner Praxis arbeite ich mit sehr unterschiedlichen stabilisierenden Methoden (Ressourcenförderung, Etablierung eines sicheren Orts etc. ). Für die Traumaverarbeitung verwende ich die besonderes sanfte Traumatherapie-Methode Brainspotting an.

Eine genauere Erklärung zu der Methode Brainspotting finden sie hier

 

Sich keinen (!) Neujahrs-Vorsatz gönnen

Zum Jahreswechsel gibt es viele Bräuche, um ein gutes neues Jahr einzuläuten. Neujahrsvorsätze sind Klassiker. Oft ist auch die Rede von Neujahrs-„Challenge“ – also einer Herausforderung, der man sich stellen könne. Beliebte Ziele sind dabei: ein paar Kilo abzunehmen, mehr Sport zu machen, mit dem Rauchen aufzuhören oder weniger Alkohol zu trinken. Gängig ist auch: mehr Zeit mit der Familie verbringen, weniger TV – mehr Gespräche, Geld sparen etc.

Fraglos sind dies meist gut nachvollziehbare Wünsche fürs neue Jahr.

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Foto: CC0 Gratisorgraphy

Vorsatz-Pause – warum eigentlich?

Oft sind diese guten Vorsätze gar nicht so leicht umzusetzen. Da muss der so genannte Schweinehund erst mal besiegt werden und überhaupt fehlt die Zeit. So wird unsere ohnehin meist lange To-Do Liste noch ein Stück länger. Unerledigtes erzeugt oft eher Stress und Druck als Wohlbefinden. Insofern wirken Neujahrsvorsätze nicht selten kontraproduktiv: Sie werden nicht umgesetzt und hinterlassen den schalen Nachgeschmack „etwas nicht geschafft zu haben“.

Vorschlag: Machen sie es umgekehrt

Machen Sie symbolisch Platz.  Misten Sie aus. Wenn Raum entsteht, wird sich ganz von alleine etwas Neues in Ihrem Leben einfinden: Ob dies neue Gedanken oder etwas Materielles ist – sei dahin gestellt. Vielleicht tut es auch gut, „Freiräume“ einfach als solche zu belassen und sich zu gönnen, dass nicht alles „angeräumt“ ist. Gönnen Sie es sich heuer, keinen „Guten Vorsatz“ – sondern misten Sie einfach irgendwas aus.

Es sich leicht machen

Es ist dabei vollkommen gleichgültig, ob es das Sockenfach in ihrem Kleiderschrank ist, der Zeitschriftenständer, eine „Durcheinander“-Lade im Schreibtisch, eine Kiste im Keller oder etwas anderes. Wichtig dabei ist nur: Es soll etwas Kleines sein. Etwas, was relativ schnell erledigt ist und nicht Gefahr läuft, zur Erweiterung einer To-Do-Liste beizutragen. Entsorgen Sie die ausgemisten Dinge nachhaltig: Trennen Sie den Müll oder spenden Sie. So kann aus etwas „Überflüssigem“ etwas „Sinnvolles“ an einer anderen Stelle werden. Und dann erlauben Sie sich, den Platz einfach frei  zu lassen (bzw. weniger vollgeäumt). Warten Sie, ob er sich wieder füllt und wenn nicht – ist es auch gut.

 
Falls es doch lieber ein Vorsatz sein soll – hier Anregungen:

Interview für Maxima: Was tun, wenn man scheitert?

Eine zerbrochene Beziehung, ein beruflicher Misserfolg, eine Kündigung, bei einer Prüfung durchgerasselt, gescheiterte Freundschaften, ein Konkurs … um nur ein paar Beispiele zu nennen, wo das Gefühl entstehen kann, gescheitert zu sein. Ich wurde für die November-Ausgabe der Maxima um Experten-Tipps dazu gebeten:

 

 


Viele Momente des Scheiterns werden von den Betroffenen ohnehin gut verdaut. Doch manchmal kommte es im Gefolge zu tief erschütternden Krisen. Wieso das so ist, hat sehr individuelle Hintergründe. Insofern ist natürlich jede Geschichte dazu etwas sehr persönliches und machmal braucht es auch professionelle Unterstützung.