TEIL 1: Der unerwartete Besuch

Heute möchte ich zu einer etwas ungewönlichen Geschichte einladen:

„Der unerwartete Besuch“Bildschirmfoto 2016-07-07 um 09.17.09

Es ist später Nachmittag und unerwartet kündigt sich Besuch an. Das freut Sie zwar, jedoch haben Sie nichts für eine kleine Bewirtung zuhause und müssen noch kurz zum Supermarkt fahren. Auto ist keins da und zu Fuß wird es zeitlich eng. Sie stehen vor einer Herausforderung.

Stellen Sie sich vor…
….Sie haben ein Fahrrad mit dem Sie diesen Weg bestreiten können. Es läuft zwar nicht ganz rund, weil es etwas verrostet ist. Die Reifen könnten auch etwas mehr Luft vertragen. Das Licht ist schon lange kaputt und Helm haben Sie keinen. Trotzdem – sie schwingen Sie sich frohen Mutes auf den Drahtesel und treten beherzt in die Pedale – was auch nötig ist. Das billige Nummernschloss erfüllt seinen Zweck – aber Sie haben ein mulmiges Gefühl, das Rad vor dem Supermarkt stehen zu lassen. Daher muss es im Geschäft schnell gehen. Unter einiger Anstrengung schaffen Sie alles – und kommen etwas aus der Puste und leicht gestresst mit den Einkäufen nach Hause. Der Besuch steht schon vor der Türe.

Was denken Sie, wie verläuft der Besuch?

 

ODER – die Geschichte verläuft anders…nämlich so:

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…Stellen Sie sich vor, sie haben ein wirklich liebevoll gewartetes Fahrrad – das gerade nur so blitzt. Sie mögen ihr Rad – und das merkt man. Die Bremsen funktionieren genauso perfekt wie das Licht. Sie haben außerdem ein wirklich gutes Schloss und einen Helm. Und natürlich ist genügend Luft in den Reifen. So ausgerüstet ist es ein Leichtes in die Pedale zu treten und zum Supermarkt zu düsen.

Dort angekommen, haben Sie sogar noch kurz Zeit zum Gustieren und besorgen köstliche Kleinigkeiten zur Bewirtung der Gäste. Ihnen läuft dabei das Wasser im Mund zusammen und Sie bemerken wie sich Ihre Vorfreude auf den Besuch steigert. Bei der Rückfahrt weht Ihnen der Fahrtwind durchs Haar und Sie kommen erfrischt und früh genug wieder nach Hause. Sie richten alles her und fühlen sich bereit für den Besuch. Ah …da …jetzt hat es geklingelt.

Was denken Sie, wie verläuft der Besuch?

Was hat es mit der seltsamen Geschichte nun auf sich?

Sie haben sich vielleicht schon gedacht: Es geht nicht um den unangemeldeten Besuch und den zeitgerechten Einkauf (Aufgabe/Herausforderung) oder das Fahrrad. Das Fahrrad diente mir in dieser Geschichte nur als Metapher für den eigenen Körper.

Es ist sozusagen das Vehikel mit dem wir verschiedene Herausforderungen des täglichen Leben meistern. Es ist ein wirklich wunderbares und beanspruchbares „Vehikel“ – denn selbst unter widrigen Umständen kommen wir damit meist an das Ziel.

Manche Herausforderung ist mit einem körperlich und vor allem auch mental aufgepeppelten ICH besser oder leichter zuschaffen. Diese Geschichte handelt also vom liebevollen und sorgsamen Umgang mit diesem „Vehikel“ Mensch.

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Fotos: privat (Copyright)

 

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