Frühjahrsmüdigkeit vs. Frühlingsfrisch

Die Natur sprießt und gedeiht – nur die eigene Energie nicht? Was es mit der Mattheit und Müdigkeit auf sich hat, die so gar nicht zur Jahreszeit passen wollen…

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Wunder Mensch
Der menschliche Körper ist ein wahrlich Wunderwerk, wenn es um Anpassung geht.

Und doch: Das Einstellen auf die verschiedenen Jahreszeiten stellt den Körper vor ein paar Herausforderungen. Restlos wissenschafltich geklärt ist das Phänomen „Frühjahrsmüdigkeit“ zwar nicht, doch es scheinen ein paar  der nachfolgenden Faktoren eine Rolle zu spielen.

Der Körper stellt sich auf Umweltbedingungen, wie Licht und Temperatur ein – dabei spielt der Hormonhaushalt etwa eine wichtige Rolle. So stellen stellt sich unser Kreislauf und unsere Hormone im Winter um. Wenn die Tage wieder länger werden, kommt es erneut zu einer Anpassungsleistung. Allerdings kann es  etwas dauern, bis das beispielsweise die Produktion des Schlafhormons Melatonin durch vermehrtes Sonnenlicht verringert wird. In der Zeit zwischen ca. Mitte März und Mitte April kommt es daher oftmals zu der sogenannten „Frühjahrsmüdigkeit“. Hinzu kommen häufige extreme Wetterwechsel, worauf ebenfalls viele Menschen empfindlich reagieren (Wetterfühligkeit).

Einige typische Zeichen der Frühjahrsmüdigkeit
Sie äußert sich beispielsweise in Mattheit, Schläfrigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit, Kreislaufprobleme, Antriebslosigkeit etc.

Herausforderung Zeitumstellung
Am 26.März 2017 werden zudem die Uhren von 2 auf 3 Uhr umgestellt. Das bedeutet eine Stunde weniger Schlaf. Mit der Umstellung auf einen neuen Wach-Schlafrhythmus vollzieht unser Körper eine weitere Anpassungsleistung (dauert bis zu 2 Wochen). Das dies tatsächlich eine Herausforderung ist, belegen Studien, denn nach der Zeitanpassung steigt laut Untersuchungen die Zahl der Auto- und Arbeitsunfälle.

Was kann ich tun?

Nachstehend ein paar Inspirationen, wie mit Frühjahrsmüdigkeit umgegangen werden kann. Sollten jedoch die Symptome hartnäckig sein – oder der Verdacht bestehen, dass etwas anderes dahinter steckt, so sollte das natürlich unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

  • Schlafhygiene. Anspannung und Aufregung vor dem zu Bett gehen vermeiden.  Schlafzimmer  gut lüften. Entsprechend der eigenen Bedürfnisse für Ruhe, Abdunkelung sorgen. Eventuell Rituale einführen, die den Schlaf unterstützen.
  • Handy, Tablets stören Schlaf: Noch schnell vor dem Schlafen gehen Mails und Status checken ist nicht empfehlenswert. Die Bildschirmbeleuchtung der Displays wirken wie ein Wachmacher auf unser Nervensystem. Das kann den Schlaf stören.
  • (Körper)Rücksicht nehmen: Besonders in den Tagen nach der Zeitumstellung den Körper Erholungsphasen gönnen. Ausreichend Pausen einplanen um Aufmerksamkeitsdefizite auszugleichen.
  • Tageslicht & frische Luft: hilft dem Körper sich auf die neuen Verhältnisse einzustellen. Zudem gibt es in der Natur jetzt eine zunehmende bunte Vielfalt viel zu entdecken.
  • Bewegung für den Kreislauf
    Bewegung muß nicht unbedingt sportliche Spitzenleistungen bedeuten. Auch Wanderungen, Spaziergänge helfen dem Kreislauf in Schwung zu kommen. Manchen hilft es, Bewegung in den Alltag einzubauen (Treppe statt Lift/Rolltreppe, eine Station früher aussteigen und ein Stück zu Fuß gehen etc.)
  • Symbole – Was gut tut…
    Wenn die Natur erneut erwacht – vielleicht ist es auch wohltuend für Erneuerung für sich selbst zu sorgen. Das kann alles sein, was der Seele gut tut. Beim einen mag das vielleicht ein  Frühjahrsputz sein – um symbolisch den Winterstaub zu vertreiben. Bei der anderen ist es vielleicht der Genuss besonders gesunder Speisen –  um Energie zu haben und richtig aufblühen zu können…

Dazu passender Beitrag:

Natürliches Elexier für die Seele und den Körper – Sonnenlicht

Weiterführende Links / Mehr lesen:
Die Zeit: Der verkappte Winderschlaf
Spiegel online: Handys und Tablets stören Schlaf
Netdoktor: Raus aus der Frühjahrsmüdigkeit

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