Interview für MISS: Panikattacke

Scheinbar aus dem Nichts wirken Panikattacken häufig (Lebens)bedrohlich und werfen meist viele Fragen auf. Panikattacken lassen Betroffene meist sehr verunsichert zurück. Für die Online-Miss habe ich daher einige Fragen zum Thema beantwortet: Lesen Sie mehr über typische Symptome, woher die Panikattacken kommen und was man machen sollte:

–> Hier gehts zum Artikel: Panikattacke: Symptome und was wirklich hilft

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Lifehacks: Frühjahrsmüdigkeit vs. Frühlingsfrisch

Die Natur sprießt und gedeiht – nur die eigene Energie nicht? Was es mit der Mattheit und Müdigkeit auf sich hat, die so gar nicht zur Jahreszeit passen wollen…

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Wunder Mensch
Der menschliche Körper ist wahrlich ein Wunderwerk, wenn es um Anpassung geht.

Und doch: Das Einstellen auf die verschiedenen Jahreszeiten stellt den Körper vor ein paar Herausforderungen. Restlos wissenschafltich geklärt ist das Phänomen „Frühjahrsmüdigkeit“ zwar nicht, doch es scheinen ein paar  der nachfolgenden Faktoren eine Rolle zu spielen.

Der Körper stellt sich auf Umweltbedingungen, wie Licht und Temperatur ein – dabei spielt der Hormonhaushalt etwa eine wichtige Rolle. So stellen stellt sich unser Kreislauf und unsere Hormone im Winter um. Wenn die Tage wieder länger werden, kommt es erneut zu einer Anpassungsleistung. Allerdings kann es  etwas dauern, bis beispielsweise die Produktion des Schlafhormons Melatonin durch vermehrtes Sonnenlicht verringert wird. In der Zeit zwischen ca. Mitte März und Mitte April kommt es daher oftmals zu der sogenannten „Frühjahrsmüdigkeit“. Hinzu kommen häufige extreme Wetterwechsel, worauf ebenfalls viele Menschen empfindlich reagieren (Wetterfühligkeit).

Einige typische Zeichen der Frühjahrsmüdigkeit
Sie äußert sich beispielsweise in Mattheit, Schläfrigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit, Kreislaufprobleme, Antriebslosigkeit etc.

Herausforderung Zeitumstellung
Am 25.März 2018 wurden zudem die Uhren von 2 auf 3 Uhr umgestellt. Das bedeutet eine Stunde weniger Schlaf. Mit der Umstellung auf einen neuen Wach-Schlafrhythmus vollzieht unser Körper eine weitere Anpassungsleistung (dauert bis zu 2 Wochen). Das dies tatsächlich eine Herausforderung ist, belegen Studien, denn nach der Zeitanpassung steigt laut Untersuchungen die Zahl der Auto- und Arbeitsunfälle.

Was kann ich tun?
Nachstehend ein paar Inspirationen, wie mit Frühjahrsmüdigkeit umgegangen werden kann. Sollten jedoch die Symptome hartnäckig sein – oder der Verdacht bestehen, dass etwas anderes dahinter steckt, so sollte das natürlich unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

  • Schlafhygiene. Anspannung und Aufregung vor dem zu Bett gehen vermeiden.  Schlafzimmer  gut lüften. Entsprechend der eigenen Bedürfnisse für Ruhe, Abdunkelung sorgen. Eventuell Rituale einführen, die den Schlaf unterstützen.
  • Handy, Tablets stören Schlaf: Noch schnell vor dem Schlafen gehen Mails und Status checken ist nicht empfehlenswert. Die Bildschirmbeleuchtung der Displays wirken wie ein Wachmacher auf unser Nervensystem. Das kann den Schlaf stören. Besser ein Buch lesen.
  • (Körper)Rücksicht nehmen: Besonders in den Tagen nach der Zeitumstellung den Körper Erholungsphasen gönnen. Ausreichend Pausen einplanen um Aufmerksamkeitsdefizite auszugleichen.
  • Tageslicht & frische Luft: hilft dem Körper sich auf die neuen Verhältnisse einzustellen. Zudem gibt es in der Natur jetzt eine zunehmende bunte Vielfalt zu entdecken.
  • Bewegung für den Kreislauf
    Bewegung muß nicht unbedingt sportliche Spitzenleistungen bedeuten. Auch Wanderungen, Spaziergänge helfen dem Kreislauf in Schwung zu kommen. Manchen hilft es, Bewegung in den Alltag einzubauen (Treppe statt Lift/Rolltreppe, eine Station früher aussteigen und ein Stück zu Fuß gehen etc.)
  • Symbole – Was gut tut…
    Wenn die Natur erneut erwacht – vielleicht ist es auch wohltuend für Erneuerung für sich selbst zu sorgen. Das kann alles sein, was der Seele gut tut. Beim einen mag das vielleicht ein  Frühjahrsputz sein – um symbolisch den Winterstaub zu vertreiben. Bei der anderen ist es vielleicht der Genuss besonders gesunder Speisen –  um Energie zu haben und richtig aufblühen zu können…
  • Entspannungstechniken
    Durchaus hilfreich können auch Entspannungstechniken sein, zB Tiefenentsprannung Yoga Nidra (Dauer ca. 30 Min) oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Anleitungen kann man bei Professionisten erlernen. Es gibt aber auch ganz gute Anleitungen im Internet für Zuhause, beispielsweise auf Youtube.

Dazu passender Beitrag:

Weiterführende Links / Mehr lesen:
Die Zeit: Der verkappte Winderschlaf
Spiegel online: Handys und Tablets stören Schlaf
Netdoktor: Raus aus der Frühjahrsmüdigkeit

Trauma und Therapie

Als (psychisches) Trauma versteht man eine seelische Verletzung, die durch ein traumatisierendes Erlebnis entstanden ist.  Nachstehend habe einige allgemeine Aspekte und meinen Behandlungsansatz zusammen gefasst.

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Foto: CCO  pixels Zach Damberger

Wodurch entsteht ein Trauma

Vorweg: Der Begriff Trauma wird nicht einheitlich verwendet – insofern kann es auch abweichende Darstellungen geben. Auch bei körperlichen Wunden wird der Begriff Trauma verwendet, wenn diese durch einen Unfall bzw. Gewalt hervorgerufen werden. In Anlehnung dazu wird auch im Bereich der Psyche ein erschütterndes Erlebnis unter Trauma verstanden, das Wunden hinterlässt. Beispielsweise werden oft sexuelle Gewalt und Übergriffe, Gewalterfahrungen, Unfälle, Naturkatastrophen und Kriegserfahrungen in dem Zusammenhang als Beispiele solcher Erlebnisse genannt, wo eben ernsthafte bzw. existenzbedrohende Verletzungen drohen. Allerdings kann eine Mobbing-Erfahrung oder psychischer Missbrauch ebenso traumatisierend wirken. Wie stark eine Situation erschütternd wahrgenommen wird und in Folge (nicht) verarbeitet werden kann, ist aber letztlich sehr individuell und kann schwer vorhergesehen werden.

Wie manifestiert sich ein Trauma

So sind wir Menschen auch in verschiedenen Phasen und Alter unseres Lebens  unterschiedlich verletzlich. Insofern können natürlich mannigfaltige schlimme Erlebnisse extremen Stress auslösen, Hilflosigkeit oder Entsetzen erzeugen. Meist ist es so, dass wir diese teils auch heftige Erfahrungen und einhergehende Angst und Stressempfindungen mit der Zeit verarbeiten, ohne dass eine Traumatisierung entsteht. Wenn jedoch diese Angst bzw. Stresszustände länger bestehen bleiben bzw. nicht verarbeitet werden, kann es zu einer sogenannten Traumatisierung kommen. Also zu einer seelischen Verletzung die nicht verheilt und sich immer wieder durch unterschiedliche Symptome bemerkbar macht. Allerdings sind diese Symptome nicht immer klar zuordenbar und kommen oft überraschend (zB Flashbacks). Im medizinischen Sinne spricht man von einem Trauma, wenn eine psychische Folgestörung verursacht wurde. Es ist nicht unbedingt nur die Diagnose „Posttraumatische Belastungsstörung“ der ein Trauma zu Grunde liegt. Auch bei sehr vielen anderen Diagnosen (zB Borderliner-Diagnose, Depression …) stellen sich Traumatisierungen häufig als mögliche  Ursprünge heraus.

Monotrauma und Polytrauma

Bei einem einmaligen traumatisches Erlebnis (zB Unfall) kann es zu einem sogenannten Monotrauma kommen. Von einem Polytrauma spricht man, wenn Betroffene ein Trauma haben, dass auf eine länger anhaltende schwere Belastung oder mehrere stark belastende Situationen zurück zu führen ist.

Behandlung in der Psychotherapie

Ein wesentlicher Teil einer Traumatherapie besteht in der Stabilisierung. Die Dauer dafür ist unterschiedlich und hängt auch von der Schwere der Traumatisierung ab. Es gibt dazu auch sehr unterschiedliche Fachmeinungen: Im deutschsprachigen Raum besteht oft die Meinung, dass bei sehr schweren Poly-Traumata manchmal nur eine Stabilisierung in Frage kommt und von einer Konfrontation durch Traumatherapie abzusehen ist. Die Begründung liegt darin, dass es sonst zu einer möglichen Re-traumatisierung kommt. Auf der anderen Seite gibt es den Wunsch der Betroffenen, das Erlebte zu be- und verarbeiten, sodass es ihnen besser gehen kann. In der Traumatherapie können abgespaltete und traumatische Gedächtnisinhalte bearbeitet und integriert werden, um möglichst die chronischen Beschwerden zu lindern bzw. zu heilen.

Traumatherapie mit Brainspotting

Voraussetzung für eine Traumatherapie ist aus meiner Sicht immer, dass Betroffene eine solche Therapie machen möchte. Ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zwischen KlientIn und PsychotherapeutIn bildet aus meiner Sicht die unumgängliche Basis für einen tiefgreifenden Prozess. Diese wird im Rahmen einer stabilisierenden Psychotherapie im Normalfall ohnehin aufgebaut. Für die sogenannte Traumatherapie stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung (zB EMDR, PITT, Brainspotting). In meiner Praxis arbeite ich mit sehr unterschiedlichen stabilisierenden Methoden (Ressourcenförderung, Etablierung eines sicheren Orts etc. ). Für die Traumaverarbeitung verwende ich die besonderes sanfte Traumatherapie-Methode Brainspotting an.

Eine genauere Erklärung zu der Methode Brainspotting finden sie hier

 

Interview für MISS: Body-Shaming

Body Positivity, Body-Shaming … neue Schlagworte die seit Kurzem durch die Medien gehen. Body-Shaming benennt das Phänomen, bei dem das Aussehen herabgewürdigt bzw. negativ beurteilt wird. In Zeiten VOR Social-Media war diese Art von Verunklimpfung schon sehr unangenehm. In Zeiten von Instagram, Youtube, Facebook und Co ist das durch die schnelle und weitreichenden Verbreitung ein noch gravierenderes Thema geworden. Body-Positivity bezeichnet den Gegentrend mit der Botschaft: Jeder Körper ist schön.

Zum Thema Bodyshaming wurde ich vom Fashon & Lifestyle Magazin „Miss“ für die September Ausgabe 2017 interviewt. Hier klicken zum Nachlesen des pdf-Artikels: Miss Bodyshaming

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Anmeldung möglich: Mental Fitness-Programm

Im Herbst startet wieder das 4-Wochen-Programm zur Stärkung der mentalen Fitness 

Das eigene Wohlbefinden soll auf verschiedenen Ebenen angesprochen werden: Ziel ist, die eigene „Genialität“ und das Glücksempfinden zu fördern. Dabei werden spezielle Körperübungen mit mentalen Übungen kombiniert. Das Programm wurde auf Basis von verschiedenen Forschungserkenntnissen entwickelt.

Bälle Radhuber Mental Fitness

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Ermüdung und Erholung

Die Urlaubszeit naht und Feiertage laden zu Erholungszeiten ein. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Arbeitsindex vom Mai 2017, dass knapp ein Drittel der ÖsterreicherInnen Burnout gefährdet sind.

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(Ohne?) Maß und Ziel

Viele Studien weisen auf die Wichtigkeit von ausreichend Erholungsphasen hin, um körperlich und seelisch gesund zu bleiben (oder wieder zu werden). So etwa zeigen auch Forschungsergebnisse der medizinischen Universität Wien, dass es die Gesundheit dankt, wenn Arbeitstage nicht überlang sind (max. 8h). Die Ermüdungszustände nehmen nämlich proportional immer stärker zu.

Unfallrisiko und Leistungsknick

Ab der 10 Stunde ist mit einem erheblichen Leistungsknick zu rechnen und die Unfallhäufigkeit steigt rapide an. Auch zur Erholung braucht man dann länger, ein „normaler“ Feierabend reicht dann nicht mehr. So etwa braucht man laut der Studie nach zwei 12 h-Schichten anschließend drei Tage frei, um sich wieder vollständig erholen zu können.

Risikofaktor: Spätfolgen

Daraus geht hervor, dass jahrelanges (über)Ausreizen der Leistungsfähigkeit sozusagen auf die Gesundheit geht: Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Erkrankungen sind die Folge. Hinzu kommt, dass es vermehrte Anstrengung erfordert, Leistungen abzurufen zu können, wenn man längere Zeit nicht auf ausreichend Erholungsphasen achtet. Das funktioniert zwar bei vielen Menschen für einige Zeit, geht jedoch auch mit erhöhtem Stresspegel einher, was ebenfalls Folgen für die Gesundheit hat.

Ein Plädoyer für die Pause

Vielleicht sind die aufgezählten Fakten und der bevorstehende Sommer ein guter Anlass, einen guten Life-Balance-Modus zu finden. In meiner mehrteiligen Serie finden sich ein paar Inspirationen für Pausen und ein gutes Leben (zB Teil 3 „Das Leben feiern“). Manchmal ist für solche Umstellungen auch auch ein professionelles Coaching hilfreich, um Prioritäten neu zu ordnen bzw. sich etwas Unterstützung zu gönnen.

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