Video-Sprechstunde

Es gibt die Möglichkeit Gespräche via Video-Call für Coaching und Psychotherapie in Anspruch zu nehmen. Besonders in Zeiten, wenn Gespräche in der Praxis nicht möglich sind.

Elke Radhuber Praxisfoto

Ich biete Video-Sprechstunden an, wenn vorübergehend persönliche Treffen nicht möglich sind. Das ist beispielsweise derzeit der Fall, da durch die Coronakrise die Einschränkung von persönlichen Kontakten notwendig geworden ist. Das kann aber beispielsweise auch bei häufigen Geschäftsreisen oder einer schwierigen Kinderbetreuungssituation notwendig sein. Auf Wunsch wird im Einzelfall besprochen, ob eine Online-Betreuung eine gute Alternative darstellen könnte bzw. Ressourcen dafür vorhanden sind.

Wie funktioniert es?

  • Vor unserem vereinbarten Termin übermittle ich einen Link, der zum festgelegten Zeitpunkt einfach geöffnet werden kann. Darüber wird die Verbindung aufgebaut und die Videosprechstunde kann stattfinden.
  • Der von mir vorgeschlagene Dienst (zB ClickDoc) ist ein hierfür zertifizierter Anbieter

Voraussetzung

  • Video-Call ist via PC, Tablet oder Smartphone möglich.
    (benötigt wird Ton- und Bildübertragungsmöglichkeit)
  • Es muss keine eigene Software installiert werden
  • Ungestörte Umgebung bzw. Privatsphäre

Wichtige Hinweise

  • Terminvereinbarung notwendig: Ich freue mich auf ihre Terminanfragen per eMail. Telefonische Terminvereinbarung ist selbstverständlich ebenfalls möglich.
  • Für den Zeitraum der Corona-Krise ist auch bei Online-Terminen (Psychotherapie) eine Teilrefundierung über die Krankenkassa möglich. Der Kassen-Zuschuss beträgt je nach Krankenkassa zwischen Euro 28,– und Euro 50,–)
  • Absage- und Honorarvereinbarung gelten für Online-Termine gleichermaßen.

 

„good news“ für „bad news“-stress

Lifehacks zum Leben mit dem Coronavirus – Serie Teil 3
Mittlerweile häufen sich beklemmende Nachrichten aus dem In- und Ausland. In den Medien ist das Thema allgegenwärtig. Täglich erfahren wir von Covid-19 Betroffenen. Obwohl es zunehmend auch immer mehr Menschen gibt, die wieder gesund geworden sind, dominieren die Schreckensmeldungen alle Kanäle, sei es TV, Radio oder Soziale Netzwerke.
Die Versuchung ist also groß, sich permanant mit dem Thema auseinander zu setzen. Dies führt aber kaum zu mehr Wissen – sondern eher zu „mehr vom gleichen“ und schlägt sich fast unvermeidlich auf die Stimmung. Im Sinne der Gesundheit ist das kontraproduktiv: Stress schwächt nachweislich unser Immunsystem. Unsere psychisches Befinden steht also direkt in Verbindung mit unserer physischen Verfassung. Es macht also durchaus Sinn, Strategien zu entwickeln, mit diesem Überangebot von Corona-Berichten einen guten Umgang zu finden.

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Good News
Dagegen kann man jedoch relativ leicht proaktiv etwas tun. Folgende Tipps können dabei helfen:

  • Nachrichtenkonsum zum Thema Corona beschränken (WICHTIG)
    (insgesamt zB 1 h pro Tag)
  • Keine Angst schürenden Kanäle/Medien massenhaft konsumieren
    (zB auch Whats-App Gruppen, wo gegenseitiges „hast du schon gehört…“ besprochen wird)
  • Seriöse/fundierte Quellen wählen
    (zB Wissenschaftlicher Podcast mit deutschlands führenden Virus-Forscher C. Drosten)
  • Sich auch mit anderen Inhalten beschäftigen
    Trotz der momentan Allgegenwärtigkeit des Themas, wird die Corona-Krise vorüber gehen. Bis dahin geben Sie ihre sonstigen Interessengebiete nicht auf – sondern pflegen Sie diese. Seien Sie kreativ: Auch wenn das eine oder andere Interesse in der gewohnten Form gerade nicht lebbar ist. ZB Bei Interesse für Livesportsendungen vertiefen Sie sich zB in Sportlerbiographien.

Halt und Sicherheit im Ungewissen: Eine gute Tagesstruktur entwickeln

Lifehacks zum Leben mit dem Coronavirus – Serie Teil 2
Ausgangssperren, Ängste, reduzierte Sozialkontakte, allgegenwärtige Medienberichte über Corona etc.  bestimmen derzeit den Alltag. Meine Serie beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, trotz allem einen guten Umgang auf mentaler Ebene zu finden.

Routine Tagesstruktur

Foto: CC Sacha Chua (Flickr)

Ich möchte mit den Basics beginnen: Gerade wenn vieles unsicher erscheint, brauchen wir Stabilität. Sich eine Tagesstruktur aufzubauen kann dabei maßgeblich helfen. Damit ist gemeint, einen geregelten Tagesablauf einzuhalten. Gute Routinen zu entwickeln macht nicht nur Freude, sondern hilft uns auf mentaler Ebene sehr: Wir gewinnen so wieder Kontrolle über die Dinge, die wir beeinflussen können. Dadurch fühlen wir uns als aktive Gestalter unseres Lebens. Wenn wir uns treiben lassen, entsteht allzuleicht das Gefühl, Opfer der Umstände zu sein, selbst bei den Dingen, die wir steuern könnten. So einfach es auch klingen mag, so sehr wird gerade dieser Aspekt oft vernachlässigt. Wir brauchen jedoch gewissermaßen Anker, die uns Halt geben.

Vielleicht ist es für manche sogar ganz nett, mal ein paar Tage nur zu faulenzen und irgendwie in den Tag hinein zu leben. Um es längere Zeit bei Ausgangssperren und „social distance“ in den eigenen 4 Wänden gut auszuhalten, ist es günstig sich eine Tagesstruktur auszubauen. Empfehlenswert ist, wenn sich vieles davon widerholt und stabil bleibt – jedoch man die Tage natürlich gegebenfalls auch flexibel an die Gegebenheiten anpasst.

Aufstehen
Dies fängt mit einem guten Schlaf/Wachrhythmus an. Damit ist gemeint, morgens zu einer für sich guten Uhrzeit aufzustehen, eventuell mit Wecker. Und Abends zu einer guten Uhrzeit ins Bett zu gehen. Durchgemachte Netflix-Nächte und zu spätes Aufstehen rächen sich mitunter durch Antriebslosigkeit und langfristig auch mit Schlafstörungen.

Pflege
„Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“ so ein legendäres Zitat von Karl Lagerfeld. Tatsächlich hat unser Äußeres auch eine Wirkung auf unser Inneres. Wenn wir uns pfegen und gut anziehen (trotz reduzierter Sozialkontakte oder Ausgangssperre), achten wir auf uns. Gerade wenn wir es „nur“ für uns selbst tun. Unsere Selbstachtung leidet unwillkürlich, wenn wir uns gehen lassen und den ganzen Tag im Schlafgewand bleiben.

Essen
Mahlzeiten können auch Fixpunkte im Tagesablauf sein. Gerade jetzt besteht die Möglichkeit sich wirklich in Ruhe die Gerichte vorzubereiten und diese ganz ohne Hektik und ohne Ablenkung zu genießen. Abseits davon, dass das unseren Körper und unser Immunsystem stärkt (im Darm „sitzt“ quasi ein Großteil unseres Immunsystems) ist das auch eine gute Botschaft für unsere Psyche: Nämlich sorgsam und liebevoll mit dem eigenen Körper umzugehen.

Trautes Heim…
Wenn wir viel Zuhause sind, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass man sich wohl fühlt und die Wohnräume ansprechend und gemütlich sind. Es hilft oft, fixe Zeiten für die Hausarbeit einzuteilen: zB morgens nach dem Frühstück eine bestimmte Zeit dem Haushalt widmen.

Arbeit
Viele können ohnehin mittels Homeoffice weiterhin arbeiten. Das hilft natürlich einerseits dabei, einen gewissen Tagesablauf einzuhalten, andererseits verführt es auch dazu, „die ganze Zeit“ zu arbeiten. Dies ist aber sicher nicht im Sinne der Gesundheit. Achten Sie auch zuhause auf gute Pausen und das Einhalten der Arbeitszeit.

Zeit für Hobbies
Wenn man plötzlich viel „neue“ Freizeit hat, da die ursprünglichen Hobbies (wie zB Freunde treffen) wegfallen, kann man sich überlegen, was man stattdessen machen möchte. Beispielsweise eine neue Sprache lernen, Bücher lesen, Pflanzen ziehen, die Wohnung neu gestalten, Fitness mit Homevideos, Entspannungsübungen, Basteln, Malen, nähen, Filme schauen etc.  Jetzt besteht die Möglichkeit, für diese Aktivitäten fixe Zeiten am Tag zu reservieren. Das können durchaus kleine Einheiten sein (ganztägig Filme schauen ist ebensowenig gesund, wie stundenlanges Fitnesstraining) Beispiel zB.

  • 10 Uhr ein 30-Min-Fitnessvideo.
  • 14 Uhr einen kleinen Wohnungsbereich umgestalten.
  • 19 Uhr einen 90 Min Film
  • 21 Uhr eine Stunde Lesen.

Eine Balance zwischen Aktivität und Entspannung hilft uns ausgeglichen zu sein. Außerdem kann es durchaus sinnstiftend sein, die eigenen Interessen zu pflegen.

 

Leben mit dem Coronavirus

Lifehacks zum Leben mit dem Coronavirus – Serie Teil 1
Das Leben wie wir es derzeit in Österreich erleben, hat sich durch die Corona-Krise im Alltag plötzlich und drastisch verändert. Die Auswirkungen sind momentan sicher in vielerlei Hinsicht noch nicht abschätzbar. Dies stellt auch unser psychisches Wohlbefinden auf die Probe. Ich starte nun eine Beitragsserie, wo ich Tipps in Bezug auf die mentale Gesundheit in Zeiten der Corona-Krise für den Alltag zusammen stelle.

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CC https://www.scientificanimations.com

Täglich sehen wir Statistiken von Erkrankungs- und Todesfällen. Vieles von dem was wir erleben, ist jedoch nicht so einfach zahlenmäßig erfassbar. Jedoch wissen wir beispielsweise von China, dass die Scheidungsraten nach wochenlanger Quarantäne in die Höhe schnellten. Daran wird jedenfalls sichtbar, dass es offenbar vermehrt zu Krisen innerfamilär kam, was natürlich auch nicht weiters verwunderlich ist. Die Herausforderungen sind jedenfalls mannigfaltig, die es in den nächsten Wochen und Monaten zu bewältigen geben wird. Viele reden auch von einer Chance. Als Psychotherapeutin sehe ich natürlich jede Krise als Chance auch zur Neuorientierung und Entwicklung. In diesem Falle sehe ich aber vor allem die Herausforderungen im Alltag, die es momentan zu bewältigen gibt. Also – wie tue ich mit meinen Ängsten, meiner Einsamkeit, meinen Tagen alleine zuhause etc. Wenn man so will: Viele kleine „Chancen“ gute Wege für sich zu finden, um die Situation möglichst erträglich und/oder angenehm zu gestalten.

Tipps für das mentale Wohlbefinden im Umgang mit dem Corona-Virus bzw. deren Auswirkungen erhalten Sie ab sofort regelmäßig auf meinen Blog. Ich werde in einer Beitragsserie unterschiedliche Aspekte aufgreifen und dazu Strategien anbieten für den Alltag. (Der erste Beitrag erscheint in wenigen Tagen – abonnieren Sie kostenlos meinen Blog, dann bekommen Sie automatisch eine Verständigung bei Erscheinung)

 

Lifehacks: Frühjahrsmüdigkeit vs. Frühlingsfrisch

Die Natur sprießt und gedeiht – nur die eigene Energie nicht? Was es mit der Mattheit und Müdigkeit auf sich hat, die so gar nicht zur Jahreszeit passen wollen…

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Wunder Mensch
Der menschliche Körper ist wahrlich ein Wunderwerk, wenn es um Anpassung geht.

Und doch: Das Einstellen auf die verschiedenen Jahreszeiten stellt den Körper vor ein paar Herausforderungen. Restlos wissenschafltich geklärt ist das Phänomen „Frühjahrsmüdigkeit“ zwar nicht, doch es scheinen ein paar  der nachfolgenden Faktoren eine Rolle zu spielen.

Der Körper stellt sich auf Umweltbedingungen, wie Licht und Temperatur ein – dabei spielt der Hormonhaushalt etwa eine wichtige Rolle. So stellen stellt sich unser Kreislauf und unsere Hormone im Winter um. Wenn die Tage wieder länger werden, kommt es erneut zu einer Anpassungsleistung. Allerdings kann es  etwas dauern, bis beispielsweise die Produktion des Schlafhormons Melatonin durch vermehrtes Sonnenlicht verringert wird. In der Zeit zwischen ca. Mitte März und Mitte April kommt es daher oftmals zu der sogenannten „Frühjahrsmüdigkeit“. Hinzu kommen häufige extreme Wetterwechsel, worauf ebenfalls viele Menschen empfindlich reagieren (Wetterfühligkeit).

Einige typische Zeichen der Frühjahrsmüdigkeit
Sie äußert sich beispielsweise in Mattheit, Schläfrigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit, Kreislaufprobleme, Antriebslosigkeit etc.

Herausforderung Zeitumstellung
Obwohl in letzter Zeit seitens EU eine Abschaffung diskutiert wurde – derzeit bleibt noch alles beim Alten: Am 31. März 2019 wurden die Uhren von 2 auf 3 Uhr umgestellt. Das bedeutet eine Stunde weniger Schlaf. Mit der Umstellung auf einen neuen Wach-Schlafrhythmus vollzieht unser Körper eine weitere Anpassungsleistung (dauert bis zu 2 Wochen). Das dies tatsächlich eine Herausforderung ist, belegen Studien, denn nach der Zeitanpassung steigt laut Untersuchungen die Zahl der Auto- und Arbeitsunfälle.

Was kann ich tun?
Nachstehend ein paar Inspirationen, wie mit Frühjahrsmüdigkeit umgegangen werden kann. Sollten jedoch die Symptome hartnäckig sein – oder der Verdacht bestehen, dass etwas anderes dahinter steckt, so sollte das natürlich unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

  • Schlafhygiene. Anspannung und Aufregung vor dem zu Bett gehen vermeiden.  Schlafzimmer  gut lüften. Entsprechend der eigenen Bedürfnisse für Ruhe, Abdunkelung sorgen. Eventuell Rituale einführen, die den Schlaf unterstützen.
  • Handy, Tablets stören Schlaf: Noch schnell vor dem Schlafen gehen Mails und Status checken ist nicht empfehlenswert. Die Bildschirmbeleuchtung (bzw. Blaulichtanteile) der Displays wirken wie ein Wachmacher auf unser Nervensystem. Zusätzlich wirken neue Nachrichten meist aktivierend, können im schlimmsten Fall sogar Stress auslösen. Das kann den Schlaf stören. Besser ein Buch lesen.
  • (Körper)Rücksicht nehmen: Besonders in den Tagen nach der Zeitumstellung den Körper Erholungsphasen gönnen. Ausreichend Pausen einplanen um Aufmerksamkeitsdefizite auszugleichen.
  • Tageslicht & frische Luft: hilft dem Körper sich auf die neuen Verhältnisse einzustellen. Zudem gibt es in der Natur jetzt eine zunehmende bunte Vielfalt zu entdecken.
  • Bewegung für den Kreislauf
    Bewegung muß nicht unbedingt sportliche Spitzenleistungen bedeuten. Auch Wanderungen, Spaziergänge helfen dem Kreislauf in Schwung zu kommen. Manchen hilft es, Bewegung in den Alltag einzubauen (Treppe statt Lift/Rolltreppe, eine Station früher aussteigen und ein Stück zu Fuß gehen etc.)
  • Symbole – Was gut tut…
    Wenn die Natur erneut erwacht – vielleicht ist es auch wohltuend für Erneuerung für sich selbst zu sorgen. Das kann alles sein, was der Seele gut tut. Beim einen mag das vielleicht ein  Frühjahrsputz sein – um symbolisch den Winterstaub zu vertreiben. Bei der anderen ist es vielleicht der Genuss besonders gesunder Speisen –  um Energie zu haben und richtig aufblühen zu können…
  • Entspannungstechniken
    Durchaus hilfreich können auch Erholungstechniken sein, wie zB Yoga Nidra (Dauer ca. 30 Min, zB hier Anleitung auf Youtube) oder Entspannungstechnicken, wie zB progressive Muskelentspannung nach Jacobson (zB 12 Min Anleitung auf Youtube). Es gibt sehr unterschiedliche Techniken – da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Anleitungen kann man auch bei Professionisten erlernen. Es gibt aber auch ganz gute Anleitungen im Internet für Zuhause, beispielsweise auf Youtube.

Dazu passender Beitrag:

Weiterführende Links / Mehr lesen:
Die Zeit: Der verkappte Winderschlaf
Spiegel online: Handys und Tablets stören Schlaf
Netdoktor: Raus aus der Frühjahrsmüdigkeit

Krankenkassa Kostenzuschuss wurde erhöht

Es gibt weitere Neuigkeiten zur Kostenzuschuss-Erhöhung: Wie ich bereits informiert habe, gab es eine Anpassung des Kostenzuschusses für Psychotherapie: Die Gebietskrankenkassen aller Bundesländer (WGKK, NÖGKK, OÖGKK, etc.) haben den Zuschuss auf Euro 28,– erhöht.  Da das Organisatorische oft eine Hürde darstellt, möchte ich an dieser Stelle nochmals eine übersichtliche Information zur Verfügung stellen.


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Kostenzuschüsse für Psychotherapie ab 01.09.2018

  • Gebietskrankenkassen (GKK): 28 Euro
  • Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien (KFA): 28 Euro

Kostenzuschuss für Psychotherapie wie bisher:

  • Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA): 21,80 Euro
    leider kursierte diesbezüglich fälschlich die Information, dass auch die SVA den Kostenzuschuss auf 28,– mit 01.09.18 erhöht hat. Wie ich nun seitens SVA (Fr. Brandstätter) am 18.03.19. telefonisch erfahren habe, beträgt dieser weiterhin Euro 21,80. Grundsätzlich wird über eine mögliche Erhöhung weiterhin verhandelt – ist aber derzeit nicht fixiert.
  • Versicherungsanstalt der Eisenbahnen und Bergbau (VAEB): 28 Euro
  • Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB): 50 Euro
  • Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA): 40 Euro

Gut zu wissen:

  • Lassen Sie sich von alten Formularen/Informationen nicht irritieren: Noch sind auf den Homepages der Krankenkassen die alten Beträge angeführt. Wie mir telefonisch versichert wurde, wird dies noch verändert und es gelten bereits die neuen Beträge. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, empfehle ich, direkt mit ihrer Krankenkassa Kontakt aufzunehmen und nachzufragen.
  • Ich habe für meine KlientInnen eine Linksammlung zu den jeweiligen Informationen und Formularen der Krankenkassen zusammen gestellt. Ich empfehle grundsätzlich jeder/jeden KlientIn, die/der einen Kostenzuschuss beantragen möchte, sich die Informationen der zuständigen Krankenkassa durchzulesen: Krankenkassen Zuschuss für Psychotherapie – wie beantragen – hier finden Sie die Linksammlung
  • Wenn Sie mehr über die Hintergründe der Erhöhung des Kostenzuschusses für Psychotherapie erfahren möchten: Hier finden Sie eine persönliche Einschätzung von mir.
  • Außerdem interessieren könnte Sie mein Informationsartikel zu: ELGA und psychische Gesundheit

MISS-Interview: Suchtfaktor Social Media

Wunderbare Urlaubserinnerungen mit Freunden teilen – ein nachvollziebares Bedürfnis. Früher war dies aber nur eingeschränkt möglich. Kaum wer erinnern sich noch an die Einladungen zu Diashow-Abenden vom letzten Urlaub. Heute teilt man auf Instagram, Facebook und Co. geschönte Pics. Das dies auch zu einer Obsession führen kann, damit beschäftigt sich ein aktueller Beitrag im Lifestyle-Magazin MISS. Ich habe hierzu ein Interview gegeben. Man erfährt, warum übermäßige Social Media Nutzung den Narzissten in uns wecken kann und wieso wir „Likes“ so sehr lieben, ja förmlich süchtig danach werden können.

Hier klicken zum Nachlesen des Artikels (als pdf)

Vacaygoals Miss - Soical Media Sucht Artikel

Kostenlose Bewegungsangebote im Sommer

Für die Seele kann es äußerst positiv wirken, ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm zu haben. Nun gibt es österreichweit in Parks die Möglichkeit kostenlos und unverbindlich an Bewegungsangeboten teilzunehmen. Von Parkour-Freerunning über Yoga bis hin zu  Rückentraining gibt es ein attraktives buntes Programm. Für die Seele gibt es 3 gute Gründe solche Angebote zu nutzen:

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Foto: Pixels CCO von Tirachard Kumtanon

1) BEWEGUNG für Körper, Geist und Seele
Längst bekannt ist, dass sich sportliche Aktivität nicht nur körperlich positiv auswirkt: Auch unsere geistige Leistungsfähigkeit wird gesteigert. Es zeigte sich sogar in Studien, dass durch regelmäßigen Sport das Demenzrisiko signifikant reduziert (mehr Info hier) werden kann. Auch gilt als belegt, dass sich psychische Erkrankungen (wie beispielsweise Depression) durch regelmäßige Bewegung verbessern können.

2) LICHT für die Körper, Geist und Seele
Tageslicht ist enorm wichtig für unseren Biorhythmus. Ein komplexes Zusammenspiel von unterschiedlichen Botenstoffen sorgen in unserem Körper dafür, dass wir zu einem gesunden Biorhytmus finden. Was sich wiederum auf unsere Schlafqualität und unseren Energiehaushalt auswirkt. Was viele nicht wissen: Tageslicht wird über Haut und Augen aufgenommen und ist enorm wichtig, damit die Botenstoffen angeregt werden und dieses  Zusammenspiel gut funktionieren kann. Außerdem benötigt unser Körper Tageslicht um Vitamin D produzieren zu können. Gerade in unseren Breiten ist es daher sehr wichtig, im Sommer ausreichend unsere Vitamin D-Depots zu füllen. Ein Mangel kann unter anderem zu Gedächtnisschwäche und Depression führen.

3) SOZIALE KONTAKTE für Körper, Geist und Seele
Gefühlte Einsamkeit wirkt für die Betroffenen meist bedrückend. Außerdem zeigen viele Studien, dass es Zusammenhänge bei verschiedenen psychischen Erkrankungen und einer gefühlten Einsamkeit gibt. Sogar die geistige Leistungsfähigkeit kann darunter leiden. Da es oft gar nicht so leicht fällt, aus einer Einsamkeit heraus wieder Gefallen an sozialen Kontakten zu finden, kann ein sanfter Zugang hilfreich sein. Es bieten sich hierfür Gruppenaktivitäten besonderes im sportlichen Bereich an.

Wie finde ich Zeit und Ort der kostenlosen Angebote
Auf der Homepage „Bewegt im Park“ (–> hier) kann man alle Bewegungsangebote finden: Von Tanzen, Parkour, Zumba, Frisbee, Tai Chi, Fechten, Ballsportarten, Bootcamp, Wirbelsäulengymnastik etc. wird ein breites Spektrum abgedeckt.  Mit einer bequemen Suchfunktion wird man schnell fündig, wo was stattfindet. Von Juni bis September 2018 gibt es dieses Angebot. Finanziert wird das Angebot von den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Mehr dazu lesen:

Bewegt im Park – Homepage

Das könnte Sie auch interessieren: Beiträge zu meiner Serie „Energie und Kraftquellen“:

Gute Nachrichten: Kostenzuschuss wird erhöht

Zum Sommerbeginn gab es gute Nachrichten, die mich persönlich sehr freuen: Der Zuschuss der Gebietskrankenkassen für eine Psychotherapiestunde wird von Euro 21,80 auf Euro 28,– erhöht. Die Erhöhung des Zuschusses tritt ab 01.09.2018 in Kraft.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass das Finanzielle häufig eine Hürde bei der Behandlung ist. Natürlich ist mir klar, dass mit der Erhöhung nicht alle Probleme gelöst werden. Ich denke aber, ein kleines Stück wurde diese Hürde in Angriff genommen und ein guter Schritt, um Gesundheit in Österreich mit modernen Therapiemethoden zu fördern.

Quang Anh Ha Nguyen_pexels-photo-884977Foto: CCO Pixels Quang Anh Ha Nguyen

Meine persönliche Sicht
Da ich weiß, dass für KlientInnen Psychotherapie nicht immer leicht zu finanzieren ist, habe ich mich seit Jahren persönlich intensiv für eine Erhöhung eingesetzt: Ich habe zahlreiche Briefe an namhafte PolitikerInnen, InteressenvertreterInnen und KollegInnen geschickt. Ich habe zudem Vorträge zur Notwendigkeit einer besseren Finanzierbarkeit gehalten. Außerdem habe ich viele persönliche Gespräche zur Bewusstseinsbildung geführt.
Eine Psychotherapie-Stunde in der Privatpraxis kostet seinen Preis, da davon Steuern, Versicherung, Praxiskosten etc. bezahlt werden müssen. Eingerechnet werden muss außerdem die Vor- und Nachbereitung jeder Gesprächsstunde. Hinzu kommen Fortbildung, die zu jeder professionellen Privatpraxis dazu gehört und wozu PsychotherapeutInnen auch gesetzlich verpflichtet sind. Schließlich müssen PsychotherapeutInnen nach neuesten Erkenntnisstand der Wissenschaft im Wohle der KlientInnen arbeiten können. Insofern müssen PsychotherapeutInnen in Privatpraxis eine bestimmte Honorarhöhe verrechnen, denn nur so kann eine hohe Qualität gewährleistet werden, dh. professionell und kostendeckend gearbeitet werden.
Dies erscheint für den Einzelen natürlich zuerst einmal teuer, verglichen aber mit volkwirtschaftlichen Kosten, die einer Nichtbehandlung erwachsen (zB Spitalsaufenthalte, Krankenstände, Berufsunfähigkeit etc.), ist Psychotherapie höchst effektiv. Insofern ist selbstverständlich der einzige Weg, dass der Kostenzuschuss für Betroffnene merklich erhöht wird und somit auch der Zugang zur Behandlung erleichtert wird.

Insofern bin ich sehr glücklich darüber, dass bei der Trägerkonferenz der neun Gebietskrankenkassen beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger die Zuschusserhöhung zur Psychotherapie von Euro 21,80 auf Euro 28,– Euro ab 01.09.2018 festgesetzt wurde.

Ich möchte mich hiermit bei allen bedanken, die für eine Erhöhung bisher eingesetzt haben. Auch der Berufsverband der PsychotherapeutInnen ÖBVP setzt sich weiterhin für eine Erhöhung ein, eigentliche Forderung seitens des ÖBVP ist die Erhöhung auf Euro 40,–. Mehr dazu siehe dazu APA-Ots-Meldung hier.

Mehr lesen zum Thema:

Mehr Infos zur Verrechung über die Krankenkassa – hier

Wie wirkt Psychotherapie im Gehirn

Deutsche Uni-Kliniken haben untersucht, wie Psychotherapie im Gehirn wirkt. Das verlinkte 3 Minuten Video vom ARD fasst die Forschungsergebnisse verständlich zusammen. Dabei wird prägnant erklärt, warum Psychotherapie die Chance auf eine positive nachhaltige Veränderung birgt. Gleichzeitig wird deutlich, dass Psychotherapie ein Prozess ist, wo der/die KlientIn einen sehr aktiven Part einnimmt.

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Hier gehts zum Video…..klicken

 

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