Wie wirkt Psychotherapie im Gehirn

Deutsche Uni-Kliniken haben untersucht, wie Psychotherapie im Gehirn wirkt. Das verlinkte 3 Minuten Video vom ARD fasst die Forschungsergebnisse verständlich zusammen. Dabei wird prägnant erklärt, warum Psychotherapie die Chance auf eine positive nachhaltige Veränderung birgt. Gleichzeitig wird deutlich, dass Psychotherapie ein Prozess ist, wo der/die KlientIn einen sehr aktiven Part einnimmt.

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Trauma und Therapie

Als (psychisches) Trauma versteht man eine seelische Verletzung, die durch ein traumatisierendes Erlebnis entstanden ist.  Nachstehend habe einige allgemeine Aspekte und meinen Behandlungsansatz zusammen gefasst.

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Foto: CCO  pixels Zach Damberger

Wodurch entsteht ein Trauma

Vorweg: Der Begriff Trauma wird nicht einheitlich verwendet – insofern kann es auch abweichende Darstellungen geben. Auch bei körperlichen Wunden wird der Begriff Trauma verwendet, wenn diese durch einen Unfall bzw. Gewalt hervorgerufen werden. In Anlehnung dazu wird auch im Bereich der Psyche ein erschütterndes Erlebnis unter Trauma verstanden, das Wunden hinterlässt. Beispielsweise werden oft sexuelle Gewalt und Übergriffe, Gewalterfahrungen, Unfälle, Naturkatastrophen und Kriegserfahrungen in dem Zusammenhang als Beispiele solcher Erlebnisse genannt, wo eben ernsthafte bzw. existenzbedrohende Verletzungen drohen. Allerdings kann eine Mobbing-Erfahrung oder psychischer Missbrauch ebenso traumatisierend wirken. Wie stark eine Situation erschütternd wahrgenommen wird und in Folge (nicht) verarbeitet werden kann, ist aber letztlich sehr individuell und kann schwer vorhergesehen werden.

Wie manifestiert sich ein Trauma

So sind wir Menschen auch in verschiedenen Phasen und Alter unseres Lebens  unterschiedlich verletzlich. Insofern können natürlich mannigfaltige schlimme Erlebnisse extremen Stress auslösen, Hilflosigkeit oder Entsetzen erzeugen. Meist ist es so, dass wir diese teils auch heftige Erfahrungen und einhergehende Angst und Stressempfindungen mit der Zeit verarbeiten, ohne dass eine Traumatisierung entsteht. Wenn jedoch diese Angst bzw. Stresszustände länger bestehen bleiben bzw. nicht verarbeitet werden, kann es zu einer sogenannten Traumatisierung kommen. Also zu einer seelischen Verletzung die nicht verheilt und sich immer wieder durch unterschiedliche Symptome bemerkbar macht. Allerdings sind diese Symptome nicht immer klar zuordenbar und kommen oft überraschend (zB Flashbacks). Im medizinischen Sinne spricht man von einem Trauma, wenn eine psychische Folgestörung verursacht wurde. Es ist nicht unbedingt nur die Diagnose „Posttraumatische Belastungsstörung“ der ein Trauma zu Grunde liegt. Auch bei sehr vielen anderen Diagnosen (zB Borderliner-Diagnose, Depression …) stellen sich Traumatisierungen häufig als mögliche  Ursprünge heraus.

Monotrauma und Polytrauma

Bei einem einmaligen traumatisches Erlebnis (zB Unfall) kann es zu einem sogenannten Monotrauma kommen. Von einem Polytrauma spricht man, wenn Betroffene ein Trauma haben, dass auf eine länger anhaltende schwere Belastung oder mehrere stark belastende Situationen zurück zu führen ist.

Behandlung in der Psychotherapie

Ein wesentlicher Teil einer Traumatherapie besteht in der Stabilisierung. Die Dauer dafür ist unterschiedlich und hängt auch von der Schwere der Traumatisierung ab. Es gibt dazu auch sehr unterschiedliche Fachmeinungen: Im deutschsprachigen Raum besteht oft die Meinung, dass bei sehr schweren Poly-Traumata manchmal nur eine Stabilisierung in Frage kommt und von einer Konfrontation durch Traumatherapie abzusehen ist. Die Begründung liegt darin, dass es sonst zu einer möglichen Re-traumatisierung kommt. Auf der anderen Seite gibt es den Wunsch der Betroffenen, das Erlebte zu be- und verarbeiten, sodass es ihnen besser gehen kann. In der Traumatherapie können abgespaltete und traumatische Gedächtnisinhalte bearbeitet und integriert werden, um möglichst die chronischen Beschwerden zu lindern bzw. zu heilen.

Traumatherapie mit Brainspotting

Voraussetzung für eine Traumatherapie ist aus meiner Sicht immer, dass Betroffene eine solche Therapie machen möchte. Ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zwischen KlientIn und PsychotherapeutIn bildet aus meiner Sicht die unumgängliche Basis für einen tiefgreifenden Prozess. Diese wird im Rahmen einer stabilisierenden Psychotherapie im Normalfall ohnehin aufgebaut. Für die sogenannte Traumatherapie stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung (zB EMDR, PITT, Brainspotting). In meiner Praxis arbeite ich mit sehr unterschiedlichen stabilisierenden Methoden (Ressourcenförderung, Etablierung eines sicheren Orts etc. ). Für die Traumaverarbeitung verwende ich die besonderes sanfte Traumatherapie-Methode Brainspotting an.

Eine genauere Erklärung zu der Methode Brainspotting finden sie hier

 

Neuigkeiten aus der Praxis: Coaching-Angebote

In eigener Sache möchte ich auf meinen neu gestalteten Bereich auf meiner Homepage aufmerksam machen. Unter Coachings – Trainings finden sich ab sofort spezielle Angebote, wenn es darum geht, professionelle Unterstützung für ganz bestimmte Anliegen in Anspruch zu nehmen:

  • Coaching (> hier mehr Infos)
    Zur Verwirklichung persönlicher und beruflicher Ziele
  • Prüfungscoaching (>hier mehr Infos)
    Um sicher und souverän durch herausfordernde Situationen zu kommen
    (zB Prüfung, Auftritt, Präsentation)
  • Rauchfrei-Coaching-Paket (> hier mehr Infos)
    Unterstützung beim Weg aus der Sucht auch als Paket buchbar

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Raumgestaltung

Außerdem habe ich den Sitzungsraum in der Gemeinschaftspraxis Kaiserstrasse umgestaltet – hier ein kleiner Eindruck: Weiterlesen

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Sich um sein seelisches Wohlergehen zu kümmern ist keine ganz neue Sache. Bereits vor Jahrtausenden beschäftigten sich verschiedene Kulturen damit.

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Wie lange dauert Psychotherapie?

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Häufigkeit der Sitzungen & Gesamtdauer der Therapie…  Weiterlesen

Mehr Perspektiven einbeziehen

Das sogenanntepsyonline DSCN4106_Praxis_Kirchengasse „Reflecting-Team“ ist eine Methode, die in der systemischen Therapie Anwendungen findet. Ziel dieser aufwendigen Methode ist eine höhere Effektivität durch das Einbringen einer größeren Perspektivenvielfalt und zur Vermeidung von Einseitigkeit.

Ich biete ab September 2015 wieder diese spezielle Methode in meiner Praxis an.

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