Trauma und Therapie

Als (psychisches) Trauma versteht man eine seelische Verletzung, die durch ein traumatisierendes Erlebnis entstanden ist.  Nachstehend habe einige allgemeine Aspekte und meinen Behandlungsansatz zusammen gefasst.

Trauma_pexels-photo-10979 Zach Damberger

Foto: CCO  pixels Zach Damberger

Wodurch entsteht ein Trauma

Vorweg: Der Begriff Trauma wird nicht einheitlich verwendet – insofern kann es auch abweichende Darstellungen geben. Auch bei körperlichen Wunden wird der Begriff Trauma verwendet, wenn diese durch einen Unfall bzw. Gewalt hervorgerufen werden. In Anlehnung dazu wird auch im Bereich der Psyche ein erschütterndes Erlebnis unter Trauma verstanden, das Wunden hinterlässt. Beispielsweise werden oft sexuelle Gewalt und Übergriffe, Gewalterfahrungen, Unfälle, Naturkatastrophen und Kriegserfahrungen in dem Zusammenhang als Beispiele solcher Erlebnisse genannt, wo eben ernsthafte bzw. existenzbedrohende Verletzungen drohen. Allerdings kann eine Mobbing-Erfahrung oder psychischer Missbrauch ebenso traumatisierend wirken. Wie stark eine Situation erschütternd wahrgenommen wird und in Folge (nicht) verarbeitet werden kann, ist aber letztlich sehr individuell und kann schwer vorhergesehen werden.

Wie manifestiert sich ein Trauma

So sind wir Menschen auch in verschiedenen Phasen und Alter unseres Lebens  unterschiedlich verletzlich. Insofern können natürlich mannigfaltige schlimme Erlebnisse extremen Stress auslösen, Hilflosigkeit oder Entsetzen erzeugen. Meist ist es so, dass wir diese teils auch heftige Erfahrungen und einhergehende Angst und Stressempfindungen mit der Zeit verarbeiten, ohne dass eine Traumatisierung entsteht. Wenn jedoch diese Angst bzw. Stresszustände länger bestehen bleiben bzw. nicht verarbeitet werden, kann es zu einer sogenannten Traumatisierung kommen. Also zu einer seelischen Verletzung die nicht verheilt und sich immer wieder durch unterschiedliche Symptome bemerkbar macht. Allerdings sind diese Symptome nicht immer klar zuordenbar und kommen oft überraschend (zB Flashbacks). Im medizinischen Sinne spricht man von einem Trauma, wenn eine psychische Folgestörung verursacht wurde. Es ist nicht unbedingt nur die Diagnose „Posttraumatische Belastungsstörung“ der ein Trauma zu Grunde liegt. Auch bei sehr vielen anderen Diagnosen (zB Borderliner-Diagnose, Depression …) stellen sich Traumatisierungen häufig als mögliche  Ursprünge heraus.

Monotrauma und Polytrauma

Bei einem einmaligen traumatisches Erlebnis (zB Unfall) kann es zu einem sogenannten Monotrauma kommen. Von einem Polytrauma spricht man, wenn Betroffene ein Trauma haben, dass auf eine länger anhaltende schwere Belastung oder mehrere stark belastende Situationen zurück zu führen ist.

Behandlung in der Psychotherapie

Ein wesentlicher Teil einer Traumatherapie besteht in der Stabilisierung. Die Dauer dafür ist unterschiedlich und hängt auch von der Schwere der Traumatisierung ab. Es gibt dazu auch sehr unterschiedliche Fachmeinungen: Im deutschsprachigen Raum besteht oft die Meinung, dass bei sehr schweren Poly-Traumata manchmal nur eine Stabilisierung in Frage kommt und von einer Konfrontation durch Traumatherapie abzusehen ist. Die Begründung liegt darin, dass es sonst zu einer möglichen Re-traumatisierung kommt. Auf der anderen Seite gibt es den Wunsch der Betroffenen, das Erlebte zu be- und verarbeiten, sodass es ihnen besser gehen kann. In der Traumatherapie können abgespaltete und traumatische Gedächtnisinhalte bearbeitet und integriert werden, um möglichst die chronischen Beschwerden zu lindern bzw. zu heilen.

Traumatherapie mit Brainspotting

Voraussetzung für eine Traumatherapie ist aus meiner Sicht immer, dass Betroffene eine solche Therapie machen möchte. Ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zwischen KlientIn und PsychotherapeutIn bildet aus meiner Sicht die unumgängliche Basis für einen tiefgreifenden Prozess. Diese wird im Rahmen einer stabilisierenden Psychotherapie im Normalfall ohnehin aufgebaut. Für die sogenannte Traumatherapie stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung (zB EMDR, PITT, Brainspotting). In meiner Praxis arbeite ich mit sehr unterschiedlichen stabilisierenden Methoden (Ressourcenförderung, Etablierung eines sicheren Orts etc. ). Für die Traumaverarbeitung verwende ich die besonderes sanfte Traumatherapie-Methode Brainspotting an.

Eine genauere Erklärung zu der Methode Brainspotting finden sie hier

 

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Interview für Maxima: Was tun, wenn man scheitert?

Eine zerbrochene Beziehung, ein beruflicher Misserfolg, eine Kündigung, bei einer Prüfung durchgerasselt, gescheiterte Freundschaften, ein Konkurs … um nur ein paar Beispiele zu nennen, wo das Gefühl entstehen kann, gescheitert zu sein. Ich wurde für die November-Ausgabe der Maxima um Experten-Tipps dazu gebeten:

 

 


Viele Momente des Scheiterns werden von den Betroffenen ohnehin gut verdaut. Doch manchmal kommte es im Gefolge zu tief erschütternden Krisen. Wieso das so ist, hat sehr individuelle Hintergründe. Insofern ist natürlich jede Geschichte dazu etwas sehr persönliches und machmal braucht es auch professionelle Unterstützung.

Neuigkeiten aus der Praxis: Coaching-Angebote

In eigener Sache möchte ich auf meinen neu gestalteten Bereich auf meiner Homepage aufmerksam machen. Unter Coachings – Trainings finden sich ab sofort spezielle Angebote, wenn es darum geht, professionelle Unterstützung für ganz bestimmte Anliegen in Anspruch zu nehmen:

  • Coaching (> hier mehr Infos)
    Zur Verwirklichung persönlicher und beruflicher Ziele
  • Prüfungscoaching (>hier mehr Infos)
    Um sicher und souverän durch herausfordernde Situationen zu kommen
    (zB Prüfung, Auftritt, Präsentation)
  • Rauchfrei-Coaching-Paket (> hier mehr Infos)
    Unterstützung beim Weg aus der Sucht auch als Paket buchbar

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Raumgestaltung

Außerdem habe ich den Sitzungsraum in der Gemeinschaftspraxis Kaiserstrasse umgestaltet – hier ein kleiner Eindruck: Weiterlesen

„Hilfe – ich werde alt“

Manchmal bereitet ein Geburtstag nicht Freude – sondern ist verbunden mit unangenehmen Gefühlen. Aus meiner Arbeit weiß ich, dass dies gar nicht so stark mit der Anzahl der Lebensjahre zusammen hängt, wie das vielleicht landläufig angenommen wird:

Das Hadern mit dem Älter werden ist für manche mit 20 Jahren ein Thema und für andere mit 50 (oder eben zu einem anderen Zeitpunkt).

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Welche Bedeutung steckt dahinter

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Selbstwert und Selbstvertrauen

Zweifel und Versagensängste hängen oft mit dem Selbstwertgefühl zusammen. Vor vielen Jahren habe ich dazu eine ungewöhnliche Sichtweise gelesen. Ich möchte das Zitat hier teilen, da ich denke, dass eine Sichtweise aufzeigt, die erstaunlich ist. 

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Das Zitat stammt von der amerikanischen Bestseller-Autorin Marianne Williamson und wurde lange Zeit fälschlicherweise Nelson Mandela zugeordnet. Unabhängig vom Hintergrund und den spirituellen Aspekten darin, möchte hier diese Zeilen teilen, da sie zu einem Perspektivenwechsel einladen, der vielleicht für den oder die andere interessant sein könnte: Weiterlesen