Inspiration von aussen

Ende April hat in Wien ein PsychotherapeutInnen-Kongress mit vielen namhaften internationalen PsychotherapeutInnen getagt: Der Jubiläumskongress 30 Jahre ÖAS. Ich war dabei und habe ein paar Blitzlichter gesammelt, die ich gerne teile.

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Sinngemäß nach Gunther Schmidt:

  • Der Unterschied zwischen Praxis und Theorie ist in der Praxis größer als in der Theorie

 

  • Wir imaginieren ständig etwas (zB stellen uns vor, dass etwas gut laufen wird oder schlecht laufen wird). Unser Körper ist sehr klug und reagiert darauf, zB mit erhöhter Aufmerksamkeit. Dadurch kommt es zu bestimmten Körperphänomenen (zB erhöhten oder ruhger Puls, Schlafstörungen oder entspannter Schlaf etc.). Die Frage ist also, welchen Film will meinen Körper anbieten.

 

  • Angst beinhaltet 2 Faktoren:
    – Eine Bedrohlichkeit in der Zukunft (es ist schwer, sich vor etwas in der Vergangenheit zu fürchten)
    – Das Gefühl, bezüglich dem Angstobjekt keine eigene Handlungsfähigkeit zu haben

 

Sinngemäß wurde nach Steve de Shazer zitiert:

  • Es gibt kein verstehen – sondern nur ein konstruktives missverstehen (zum Anspruch, den anderen verstehen zu müssen)

 

  • „problem talk creats problems, solution talk creats solutions“

 

Sinngemäß nach Karl Tomm:

  • Kompetenzen entwickeln sich durch Wiederholungen

 

Sinngemäß nach Tom Levold:

  • Nicht alle neuen Ideen sind gut – und nicht alle guten Ideen sind neu!

 

  • Die Erwartungen an Paare sind gestiegen…
    früher eher „Ehepflichten“ – heute Hoffnung auf pure Liebe…

 

Sinngemäß nach Carmen Unterholzer/Herbert Gröger:

  • Gruppen können sich so entwickeln, dass sie sich als Hilfssystem erleben.
    (zu Gruppentherapie im IST)

 

…. to be continued

 

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Lifehacks: Frühjahrsmüdigkeit vs. Frühlingsfrisch

Die Natur sprießt und gedeiht – nur die eigene Energie nicht? Was es mit der Mattheit und Müdigkeit auf sich hat, die so gar nicht zur Jahreszeit passen wollen…

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Wunder Mensch
Der menschliche Körper ist wahrlich ein Wunderwerk, wenn es um Anpassung geht.

Und doch: Das Einstellen auf die verschiedenen Jahreszeiten stellt den Körper vor ein paar Herausforderungen. Restlos wissenschafltich geklärt ist das Phänomen „Frühjahrsmüdigkeit“ zwar nicht, doch es scheinen ein paar  der nachfolgenden Faktoren eine Rolle zu spielen.

Der Körper stellt sich auf Umweltbedingungen, wie Licht und Temperatur ein – dabei spielt der Hormonhaushalt etwa eine wichtige Rolle. So stellen stellt sich unser Kreislauf und unsere Hormone im Winter um. Wenn die Tage wieder länger werden, kommt es erneut zu einer Anpassungsleistung. Allerdings kann es  etwas dauern, bis beispielsweise die Produktion des Schlafhormons Melatonin durch vermehrtes Sonnenlicht verringert wird. In der Zeit zwischen ca. Mitte März und Mitte April kommt es daher oftmals zu der sogenannten „Frühjahrsmüdigkeit“. Hinzu kommen häufige extreme Wetterwechsel, worauf ebenfalls viele Menschen empfindlich reagieren (Wetterfühligkeit).

Einige typische Zeichen der Frühjahrsmüdigkeit
Sie äußert sich beispielsweise in Mattheit, Schläfrigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit, Kreislaufprobleme, Antriebslosigkeit etc.

Herausforderung Zeitumstellung
Obwohl in letzter Zeit seitens EU eine Abschaffung diskutiert wurde – derzeit bleibt noch alles beim Alten: Am 31. März 2019 wurden die Uhren von 2 auf 3 Uhr umgestellt. Das bedeutet eine Stunde weniger Schlaf. Mit der Umstellung auf einen neuen Wach-Schlafrhythmus vollzieht unser Körper eine weitere Anpassungsleistung (dauert bis zu 2 Wochen). Das dies tatsächlich eine Herausforderung ist, belegen Studien, denn nach der Zeitanpassung steigt laut Untersuchungen die Zahl der Auto- und Arbeitsunfälle.

Was kann ich tun?
Nachstehend ein paar Inspirationen, wie mit Frühjahrsmüdigkeit umgegangen werden kann. Sollten jedoch die Symptome hartnäckig sein – oder der Verdacht bestehen, dass etwas anderes dahinter steckt, so sollte das natürlich unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

  • Schlafhygiene. Anspannung und Aufregung vor dem zu Bett gehen vermeiden.  Schlafzimmer  gut lüften. Entsprechend der eigenen Bedürfnisse für Ruhe, Abdunkelung sorgen. Eventuell Rituale einführen, die den Schlaf unterstützen.
  • Handy, Tablets stören Schlaf: Noch schnell vor dem Schlafen gehen Mails und Status checken ist nicht empfehlenswert. Die Bildschirmbeleuchtung (bzw. Blaulichtanteile) der Displays wirken wie ein Wachmacher auf unser Nervensystem. Zusätzlich wirken neue Nachrichten meist aktivierend, können im schlimmsten Fall sogar Stress auslösen. Das kann den Schlaf stören. Besser ein Buch lesen.
  • (Körper)Rücksicht nehmen: Besonders in den Tagen nach der Zeitumstellung den Körper Erholungsphasen gönnen. Ausreichend Pausen einplanen um Aufmerksamkeitsdefizite auszugleichen.
  • Tageslicht & frische Luft: hilft dem Körper sich auf die neuen Verhältnisse einzustellen. Zudem gibt es in der Natur jetzt eine zunehmende bunte Vielfalt zu entdecken.
  • Bewegung für den Kreislauf
    Bewegung muß nicht unbedingt sportliche Spitzenleistungen bedeuten. Auch Wanderungen, Spaziergänge helfen dem Kreislauf in Schwung zu kommen. Manchen hilft es, Bewegung in den Alltag einzubauen (Treppe statt Lift/Rolltreppe, eine Station früher aussteigen und ein Stück zu Fuß gehen etc.)
  • Symbole – Was gut tut…
    Wenn die Natur erneut erwacht – vielleicht ist es auch wohltuend für Erneuerung für sich selbst zu sorgen. Das kann alles sein, was der Seele gut tut. Beim einen mag das vielleicht ein  Frühjahrsputz sein – um symbolisch den Winterstaub zu vertreiben. Bei der anderen ist es vielleicht der Genuss besonders gesunder Speisen –  um Energie zu haben und richtig aufblühen zu können…
  • Entspannungstechniken
    Durchaus hilfreich können auch Erholungstechniken sein, wie zB Yoga Nidra (Dauer ca. 30 Min, zB hier Anleitung auf Youtube) oder Entspannungstechnicken, wie zB progressive Muskelentspannung nach Jacobson (zB 12 Min Anleitung auf Youtube). Es gibt sehr unterschiedliche Techniken – da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Anleitungen kann man auch bei Professionisten erlernen. Es gibt aber auch ganz gute Anleitungen im Internet für Zuhause, beispielsweise auf Youtube.

Dazu passender Beitrag:

Weiterführende Links / Mehr lesen:
Die Zeit: Der verkappte Winderschlaf
Spiegel online: Handys und Tablets stören Schlaf
Netdoktor: Raus aus der Frühjahrsmüdigkeit

Kostenlose Bewegungsangebote im Sommer

Für die Seele kann es äußerst positiv wirken, ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm zu haben. Nun gibt es österreichweit in Parks die Möglichkeit kostenlos und unverbindlich an Bewegungsangeboten teilzunehmen. Von Parkour-Freerunning über Yoga bis hin zu  Rückentraining gibt es ein attraktives buntes Programm. Für die Seele gibt es 3 gute Gründe solche Angebote zu nutzen:

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Foto: Pixels CCO von Tirachard Kumtanon

1) BEWEGUNG für Körper, Geist und Seele
Längst bekannt ist, dass sich sportliche Aktivität nicht nur körperlich positiv auswirkt: Auch unsere geistige Leistungsfähigkeit wird gesteigert. Es zeigte sich sogar in Studien, dass durch regelmäßigen Sport das Demenzrisiko signifikant reduziert (mehr Info hier) werden kann. Auch gilt als belegt, dass sich psychische Erkrankungen (wie beispielsweise Depression) durch regelmäßige Bewegung verbessern können.

2) LICHT für die Körper, Geist und Seele
Tageslicht ist enorm wichtig für unseren Biorhythmus. Ein komplexes Zusammenspiel von unterschiedlichen Botenstoffen sorgen in unserem Körper dafür, dass wir zu einem gesunden Biorhytmus finden. Was sich wiederum auf unsere Schlafqualität und unseren Energiehaushalt auswirkt. Was viele nicht wissen: Tageslicht wird über Haut und Augen aufgenommen und ist enorm wichtig, damit die Botenstoffen angeregt werden und dieses  Zusammenspiel gut funktionieren kann. Außerdem benötigt unser Körper Tageslicht um Vitamin D produzieren zu können. Gerade in unseren Breiten ist es daher sehr wichtig, im Sommer ausreichend unsere Vitamin D-Depots zu füllen. Ein Mangel kann unter anderem zu Gedächtnisschwäche und Depression führen.

3) SOZIALE KONTAKTE für Körper, Geist und Seele
Gefühlte Einsamkeit wirkt für die Betroffenen meist bedrückend. Außerdem zeigen viele Studien, dass es Zusammenhänge bei verschiedenen psychischen Erkrankungen und einer gefühlten Einsamkeit gibt. Sogar die geistige Leistungsfähigkeit kann darunter leiden. Da es oft gar nicht so leicht fällt, aus einer Einsamkeit heraus wieder Gefallen an sozialen Kontakten zu finden, kann ein sanfter Zugang hilfreich sein. Es bieten sich hierfür Gruppenaktivitäten besonderes im sportlichen Bereich an.

Wie finde ich Zeit und Ort der kostenlosen Angebote
Auf der Homepage „Bewegt im Park“ (–> hier) kann man alle Bewegungsangebote finden: Von Tanzen, Parkour, Zumba, Frisbee, Tai Chi, Fechten, Ballsportarten, Bootcamp, Wirbelsäulengymnastik etc. wird ein breites Spektrum abgedeckt.  Mit einer bequemen Suchfunktion wird man schnell fündig, wo was stattfindet. Von Juni bis September 2018 gibt es dieses Angebot. Finanziert wird das Angebot von den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Mehr dazu lesen:

Bewegt im Park – Homepage

Das könnte Sie auch interessieren: Beiträge zu meiner Serie „Energie und Kraftquellen“:

Sich keinen (!) Neujahrs-Vorsatz gönnen

Zum Jahreswechsel gibt es viele Bräuche, um ein gutes neues Jahr einzuläuten. Neujahrsvorsätze sind Klassiker. Oft ist auch die Rede von Neujahrs-„Challenge“ – also einer Herausforderung, der man sich stellen könne. Beliebte Ziele sind dabei: ein paar Kilo abzunehmen, mehr Sport zu machen, mit dem Rauchen aufzuhören oder weniger Alkohol zu trinken. Gängig ist auch: mehr Zeit mit der Familie verbringen, weniger TV – mehr Gespräche, Geld sparen etc.

Fraglos sind dies meist gut nachvollziehbare Wünsche fürs neue Jahr.

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Foto: CC0 Gratisorgraphy

Vorsatz-Pause – warum eigentlich? Weiterlesen

Anmeldung möglich: Mental Fitness-Programm

Im Herbst startet wieder das 4-Wochen-Programm zur Stärkung der mentalen Fitness 

Das eigene Wohlbefinden soll auf verschiedenen Ebenen angesprochen werden: Ziel ist, die eigene „Genialität“ und das Glücksempfinden zu fördern. Dabei werden spezielle Körperübungen mit mentalen Übungen kombiniert. Das Programm wurde auf Basis von verschiedenen Forschungserkenntnissen entwickelt.

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SCHWERPUNKTE Weiterlesen

Ermüdung und Erholung

Die Urlaubszeit naht und Feiertage laden zu Erholungszeiten ein. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Arbeitsindex vom Mai 2017, dass knapp ein Drittel der ÖsterreicherInnen Burnout gefährdet sind.

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(Ohne?) Maß und Ziel

Viele Studien weisen auf die Wichtigkeit von ausreichend Erholungsphasen hin, um körperlich und seelisch gesund zu bleiben (oder wieder zu werden). So etwa zeigen auch Forschungsergebnisse der medizinischen Universität Wien, dass es die Gesundheit dankt, wenn Arbeitstage nicht überlang sind (max. 8h). Die Ermüdungszustände nehmen nämlich proportional immer stärker zu.

Unfallrisiko und Leistungsknick

Ab der 10 Stunde ist mit einem erheblichen Leistungsknick zu rechnen und die Unfallhäufigkeit steigt rapide an. Auch zur Erholung braucht man dann länger, ein „normaler“ Feierabend reicht dann nicht mehr. So etwa braucht man laut der Studie nach zwei 12 h-Schichten anschließend drei Tage frei, um sich wieder vollständig erholen zu können.

Risikofaktor: Spätfolgen

Daraus geht hervor, dass jahrelanges (über)Ausreizen der Leistungsfähigkeit sozusagen auf die Gesundheit geht: Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Erkrankungen sind die Folge. Hinzu kommt, dass es vermehrte Anstrengung erfordert, Leistungen abzurufen zu können, wenn man längere Zeit nicht auf ausreichend Erholungsphasen achtet. Das funktioniert zwar bei vielen Menschen für einige Zeit, geht jedoch auch mit erhöhtem Stresspegel einher, was ebenfalls Folgen für die Gesundheit hat.

Ein Plädoyer für die Pause

Vielleicht sind die aufgezählten Fakten und der bevorstehende Sommer ein guter Anlass, einen guten Life-Balance-Modus zu finden. In meiner mehrteiligen Serie finden sich ein paar Inspirationen für Pausen und ein gutes Leben (zB Teil 3 „Das Leben feiern“). Manchmal ist für solche Umstellungen auch auch ein professionelles Coaching hilfreich, um Prioritäten neu zu ordnen bzw. sich etwas Unterstützung zu gönnen.

Mehr lesen:

TEIL 5: Kraftpotential

Im Teil 5 meiner Serie (Energie & Kraftquellen) gibt es eine beinahe banale Anregung dafür, wie man mentale Kraft aufbauen kann: Durch Bewegung. Denn viele Studien zeigen, dadurch wird nicht nur körperliche, sondern auch mentale Kraft aufgebaut.

Ich habe bewußt „beinahe banale Anregung“ formuliert, denn es klingt im ersten Moment vielleicht sehr einfach, sich dieses „Wundermittels“ zu bedienen. In der Praxis ist das aus diversen Gründen oft aber nicht so einfach. Häufig sind es die ersten Schritte, die Überwindung kosten.

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Foto: CC0 intographics

Eine neue Routine zu etabilieren, dauert oft ein Weilchen – auch beim Sport ist das so. Wird die Bewegung erst einmal integraler Bestandteil des Alltags – also zu einer Angewohnheit – gehts fast wie von alleine.

Um in der ersten Phase dabei zu bleiben, kann es helfen, einige gute Motivatoren zu haben. Nachstehend möchte ich daher ein paar Beispiele nennen, wofür es sich lohnen könnte, durch Bewegung (mentale) Kraft aufzubauen: Weiterlesen